Wenn Sahra Wagenknecht (55) irgendwo auftaucht, sieht sie eigentlich immer gleich aus. Der Look der BSW-Chefin: einfarbiger Zweiteiler, knielanger Rock, Schuhe mit Mini-Absatz, Flechtfrisur.
Das wirkt fast bieder und etwas aus der Zeit gefallen. Wagenknecht sagte einmal: „Da ich ein bisschen konservativ bin, trage ich gern Kostüme.“ Ihre Outfits sind immer gleich geschnitten: tailliert mit Stehkragen und Reißverschluss.
Wo bekommt man so was?
Wagenknecht hat eine Lieblings-Marke
BILD weiß: in einer kleinen Boutique im Saarland, im Reichenviertel von Saarbrücken. Der Laden heißt „Boutique am Rotenbühl“. Gegenüber sind ein Feinkostladen und daneben die zwei teuersten Straßen der 180.000-Einwohner-Stadt.
Die Boutique, gelegen unter einem Wohnhaus, hat eine liebevoll kuratierte Auswahl: elegant, hochwertig, etwas spießig, perfekt abgestimmt auf die feine Umgebung. Vor allem Einzelstücke hängen aus. Sofort ins Auge sticht die Marke „Peter Reinwald Couture“.
Das kleine Münchner Label entwirft exakt im Stil der rechten Sozialistin: gewagte Farben kombiniert mit konservativen Schnitten. Dafür ruft es happige Preise auf: Ein Blazer kann bis zu 599 Euro kosten; der Rock dazu ist nicht inbegriffen.
Warum die BSW-Chefin genau dort einkauft
Ein Blick auf die Internetseite des Designers zeigt: Eines der von Wagenknecht aktuell gern getragenen Kostüme (zuletzt im Bundestag bei Scholz’ Regierungserklärung nach dem Ampel-Aus) ist aus der Herbst-Winter-Kollektion 2023. Den Preis veröffentlicht der Designer nicht.
Die Boutique-Chefin will sich gegenüber BILD nicht zu ihrer prominenten Kundin äußern. Wagenknecht verriet einmal der Zeitschrift „Bunte“, wie sie ihre Lieblingsstücke auswählt: Die Inhaberin maile ihr Fotos, „wenn sie denkt, mir könnte ein Teil gefallen“. Und: „Wenn ich es gut finde, schickt sie es mir nach Hause.“
Warum Wagenknecht am liebsten dort shoppt? Zu BILD sagte sie: „Die Boutique hat genau die Mode im Angebot, die ich mag. Das gilt für die Modelle von Peter Reinwald, aber auch für andere.“
Wagenknecht wird oft nachgesagt, sie eifere absichtlich dem Stil der Linken-Ikone Rosa Luxemburg nach. Auf Nachfrage von BILD bestreitet sie, dass ihre Outfits ein Statement seien: „Ich möchte mit meinem Outfit keine politische Botschaft aussenden, sondern einfach Kleidung tragen, die mir gefällt und zu mir passt.“
Und sie teilt gegen Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck (55) aus: „Ich finde es peinlich, wenn sich Politiker mit ihrer Bekleidung inszenieren, etwa mit Strickpullover am Küchentisch“.